Möglichkeiten ins Ausland zu gehen

Möglichkeiten ins Ausland zu gehen

Quelle: http://de.erasm.us/

 Jeder Student hat mehrere Möglichkeiten, mindestens ein Semester seines Studiums im Ausland zu absolvieren. Im Folgenden wird auf die beliebtesten Möglichkeiten hingewiesen:

Erasmus

Das ist ein Programm, das von der Europäischen Kommission seit 1987 organisiert wird. Seitdem wurde es von mehr als 1,6 Millionen Studenten besucht. An dem Program nehmen 2 200 Universitäten aus ganz Europa teil, die untereinander Verträge zum Studentenaustausch unterzeichnen. Die Bewerbung für das Programm erfolgt an der Heimatuniversität, die auch alle Bewerbungskriterien festlegt. An einigen Hochschulen reicht eine Anmeldung aus, andere führen Sprachtests durch, brauchen Durchschnittsnote, etc. Der Auslandsaufenthalt kann ein Semester oder ein Studienjahr dauern. Erasmus-Stipendiaten erhalten für die Aufenthaltsdauer einen Mobilitätszuschuss, der von der Europäischen Kommission über lokale und nationale Organisationen ausgezahlt wird. Da die Höhe des Zuschusses auch von deiner Heimatuni abhängt (einige entscheiden sich für Subventionen), aber auch von dem Land, in dem du studieren willst – geben wir hier nicht mal Durchschnittsbeträge an. Alle Informationen zu diesem Thema kannst du im Akademischen Auslandsbüro an deiner Hochschule erhalten. Was sind die größten Vorteile des Auslandsaufenthalts im Rahmen des Erasmus-Programmes? Die im Ausland erbrachten Studienleistungen werden durch die Heimathochschule anerkannt (dank ECTS Kreditenpunkte-System), der schon erwähnte Mobilitätszuschuss, und ... eine tolle Atmosphäre. Erasmus bietet nicht nur die Möglichkeit, das besuchte Land kennen zu lernen, aber lässt auch durch die Kontakte mit anderen Studenten die Idee der europäischen Integration spüren. Es kann wohl sein, dass du dich nach mehreren Wochen im Ausland eher europäisch als Bürger des eigenen Landes fühlen wirst. Und wir sind uns dessen bewusst, dass es hochtrabend klingt :). Ein großer Vorteil des Erasmus-Programmes sind auch Veranstaltungen, die von Erasmus Student Network organisiert werden. Das ist eine Gruppe von Studierenden (oft ehemaligen Erasmus-Stipendiaten), die Freizeitaktivitäten für die Austauschstudenten freiwillig organisieren. Das Erasmus-Programm kann nur einmal während des Studiums absolviert werden.

Bilaterale AbkommenBilaterale Abkommen sind Vereinbarungen, die direkt zwischen den Hochschulen abgeschlossen werden. Sie ermöglichen den Austausch einer bestimmte Studentenzahl pro Semester / Studienjahr. Dank dieser Abkommen bist du an der Partnerhochschule gebührenbefreit. Solch ein Abkommen kann auch für Unterkunft im Studentenwohnheim gelten, aber es ist keine Regel. Daher ist es empfehlenswert, sich im Akademischen Auslandsbüro deiner Hochschule genau danach zu erkundigen, wozu sich die Partneruniversität verpflichtet hat. Bilaterale Abkommen sind oft eine tolle Gelegenheit, in einem mehr exotischen Ort zu studieren als im Falle des Erasmus-Programms (da sie oft mit Universitäten auf anderen Kontinenten abgeschlossen werden). Man muss jedoch mit weit höheren Ausgaben rechnen – wegen der fehlenden Zuschüsse und oft auch höheren Transportkosten. Wenn du an einer Hochschule studieren willst, die kein bilaterales Abkommen mit deiner Heimathochchule abgeschlossen hat, und wenn du Organisationsfähigkeiten besitzt - kannst du das selbst iniitieren. Auch wenn das sehr kompliziert scheinen mag, muss es nicht so sein. Setzt dich mit der Leitung des Auslandsbüros an deiner Hochschule in Verbindung und frag nach der Möglichkeit.

 

    Freemover

Als Freemover werden Studenten bezeichnet, die ihr Auslandsstudium autonom, d.h. unabhängig von den Kooperationsveträgen organisieren. Das bedeutet, dass Freemover alle Formalitäten sowohl an der Heimat- als auch an der Wunschuniversität selbst erledigen. Dies hängt mit dem großen organisatorischen Aufwand zusammen und beinhaltet das ganze bürokratische Verfahren, aber das Endergebnis kann das Studium an der Hochschule deiner Träume sein. Die Freemover müssen alle Kosten aus eigener Tasche decken (einschließlich Studiengebühren, Unterkunft, etc.). Manchmal kann man sich an der ausländischen Hochschule um ein Stipendium bewerben, aber das ist eher selten der Fall. Einige Studenten lassen sich an der Heimathochschule für die Zeit des Auslandsaufenthalts beurlauben, andere werden entsendet. Wenn man als Freemover ins Ausland gehen will, muss man sehr gut organisiert sein (Bürokratie) sowie früh genug anfangen, sein Auslandsstudium zu organisieren (mindestens ein – eineinhalb Jahr vor dem geplanten Auslandsaufenthalt). Genaue Informationen kannst du im Akademischen Auslandsbüro deiner Hochschule bekommen.

 

 

Andere Austauschprogramme:

 

CEEPUS

CEEPUS ist ein zentraleuropäisches Austauschprogramm von Studenten und Lehrkräften. Das Projekt umfasst folgende Länder: Albanien, Österreich, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Montenegro, Tschechien, Mazedonien, Polen, Rumänien, Serbien, die Slowakei, Slowenien, Kosovo, Ungarn. Man kann daran als Stipendiat (man bekommt einen Wissenschaftszuschuss) oder als freemover (ohne Förderung) teilnehmen. Das Gastland zahlt ein Stipendium zur Deckung des Lebenshaltungskosten für die Zeit des Auslandsaufenthalts aus.

Die Austauschprogramme selbst finden innerhalb der wissenschaftlichen Netzwerke statt (z.B. Applied Economics und Management). Die Bewerbung erfolgt über die Webseite http://www.ceepus.info.

CEMS

CEMS ist eine Vereinigung von 28 hauptsächlich europäischen Wirtschaftshochschulen. Die Vereinigung organisiert das Masterprogramm CEMS MIM (CEMS Master in Management), dessen obligatorisches Bestandteil eben ein Auslandssemester ist. Es ist erwähnenswert, dass das dieses Austauschprogramm sehr wenige Plätze bietet und der Bewerbungsprozess relativ kompliziert ist. Weitere Informationen sind unter http://www.cems.org zu finden.